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Fleischerei

Geschichte des Ladens in der Goltzstraße 18

Ende der 1940er-Jahre

Viel konnten wir über die Vergangenheit des Ladens nicht herausbekommen.

Nur soviel:
Im Jahre 1904 wurde das Haus in der Goltzstraße 18 fertiggestellt. 1910 soll der Laden für die Fleischerei mit den wunderschönen Villeroy & Boch-Fliesen an Wänden und Fußboden ausgestattet worden sein. Ausgeführt wurden die Arbeiten von (Mettlach) Berlin, C; Kurstr. 31, wie noch heute eine erhaltene Fliese im Ladenraum bezeugt.

Die linke Tür vom Eingang aus gesehen führte in das Schlafzimmer der Betreiber. In den hinteren Räumen befand sich zur linken die Küche, in der sich, durch eine schmale Tür abgetrennt, die Toilette befand. Daneben lag das Wohnzimmer. Der Verkaufsraum war somit ein Teil der Wohnung oder umgekehrt.

Im Keller waren die Produktionsräume der Fleischerei untergebracht. Räume zur Verarbeitung, Lagern und zum Räuchern der Erzeugnisse. Dies läßt sich noch heute ganz gut erahnen, obwohl die Räume z. T. umgebaut wurden und heute hauptsächlich als Keller- oder Lagerräume genutzt werden.
Geschlachtet wurde in der Goltzstraße 18 aber nicht; es soll ausschließlich angeliefertes Fleisch verarbeitet worden sein.

Bis zum März 1946 wurde die Fleischerei von der Familie Kuhnert betrieben. Anschließend wurde der Laden von der Firma Otto Steck übernommen.

Weihnachten 1956

Im Jahr 1969 übergab Otto Steck das Geschäft an seinen Sohn Wolfgang. Durch die in der BRD eingeführten neuen Arbeitsplatzbestimmungen durften die unter dem Laden liegenden Räume nicht mehr für die Produktion genutzt werden. Ab da diente der Laden in der Goltzstraße nur noch als Filiale der Fleischerei Steck.
Im Jahre 1973 wurde die Verkaufsfiliale aufgegeben. Außerdem wechselte in diesem Jahr auch der Hauseigentümer.

Herr und Frau Steck

Irgendwann in den 1970er oder 80er Jahren zogen in die Räumlichkeiten ein Geschäft für Biokosmetik. Dafür wurde das ehemalige Wohnzimmer durch eine Rigipswand geteilt. Im hinteren Bereich wurde ein Behandlungsraum eingerichtet. Im vorderen Teil wurde eine Badewanne für Entspannungsbäder installiert.
Im Jahr 2005 eröffnete das Wasserkontor des Harry Schwan in der Goltzstraße 18.

Wir, das “Sorgenfrei”, haben am 11. November 2006 die Räume angemietet. Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten konnten wir das Sorgenfrei am 14. Februar 2007 eröffnen.

Sonstiges:
Wie alte Fotos beweisen, befand sich im ehemaligen Verkaufsraum der Fleischerei, heute der Gastraum, oberhalb des heutigen Fliesenabschlusses, eine weitere prunkvolle Fliesenbordüre und Stuckelemente an der Decke. Beides wurde irgendwann restlos entfernt.

Vielleicht wurden diese Arbeiten zusammen mit dem Abhängen der Decke entfernt. Aus heutiger Sicht wurden die Decken mit hässlichen Lochplatten (Modell „Frankenwald“) abgehängt, wahrscheinlich um den Laden optisch moderner wirken zu lassen. Aus Schallschutzgründen war heute das Abhängen der Decke notwendig.
Das die Fliesen noch heute die Wände schmücken, ist dem Hausbesitzer Herrn Münchenberg zu verdanken, der auf deren Erhalt schon immer großen Wert legte.

1956